Ratgeber
ETF-Sparplan für Enkel: Der verständliche Ratgeber für Großeltern
Ein ETF-Sparplan ist die einfachste und renditestärkste Möglichkeit, regelmäßig für Enkelkinder zu sparen. Großeltern zahlen monatlich einen festen Betrag — ab 25 Euro — in einen breit gestreuten Indexfonds ein. Das Geld wächst über die Jahre dank Zinseszins. Bei 25 Euro monatlich werden aus 5.400 Euro Einzahlung in 18 Jahren rund 8.700 Euro — bei einer angenommenen Rendite von 5 % pro Jahr nach Kosten.
In Kürze
- Ein ETF-Sparplan ist die renditestärkste Option — und einfacher einzurichten als die meisten denken
- Schon 25 €/Monat reichen — und werden durch den Zinseszins in 18 Jahren zu rund 8.700 € (bei 5 % Rendite p.a.)
- Eigenes Depot oder Junior-Depot — beide Wege funktionieren, wir erklären welcher zu Ihnen passt
- Schenkungsfreibetrag: 200.000 € pro Enkel alle 10 Jahre — selbst 500 € im Monat über 10 Jahre bleiben steuerfrei
- Unser kostenloser Rechner zeigt Ihnen in 30 Sekunden, wie viel Sie monatlich beiseitelegen sollten
Was ist ein ETF-Sparplan — einfach erklärt?
ETF steht für Exchange Traded Fund — auf Deutsch: börsengehandelter Fonds. Ein ETF bildet einen Index nach, zum Beispiel den MSCI World mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern.
Ein Sparplan bedeutet: Sie investieren automatisch jeden Monat einen festen Betrag. Kein Timing, kein Stock-Picking, keine aktive Verwaltung nötig. Die Kosten sind niedrig — typischerweise nur 0,2 % pro Jahr.
Stellen Sie sich einen ETF wie einen Obstkorb vor: Statt einen einzelnen Apfel zu kaufen (eine Aktie), kaufen Sie gleich den ganzen Markt. Wenn ein Unternehmen schlecht läuft, gleichen die anderen das aus.
Zinseszins-Effekt
Warum ist ein ETF-Sparplan ideal für Enkelkinder?
Kinder haben den größten Vorteil beim Investieren: Zeit. Je länger das Geld arbeitet, desto stärker der Zinseszins.
25 €/Monat × 10 Jahre
~3.880 €
Eingezahlt: 3.000 €
50 €/Monat × 15 Jahre
~13.360 €
Eingezahlt: 9.000 €
25 €/Monat × 18 Jahre
~8.700 €
Eingezahlt: 5.400 €
Beispielrechnung bei angenommener Rendite von 5 % p.a. nach Kosten. Keine Garantie.
„Anfangs fand ich Aktien beängstigend. Aber ein ETF ist wie ein Obstkorb — man kauft nicht einen Apfel, sondern gleich den ganzen Markt. Das hat mir die Angst genommen.“
Welchen ETF sollte ich wählen?
Für einen Enkelfonds brauchen Sie keinen komplizierten ETF-Mix. Ein einziger breit gestreuter Welt-ETF reicht völlig aus.
MSCI World
- Über 1.500 Unternehmen
- 23 Industrieländer
- Der Klassiker für langfristiges Sparen
FTSE All-World
- Über 4.000 Unternehmen
- Inkl. Schwellenländer (China, Indien etc.)
- Noch breiter gestreut
Beide ETFs kosten nur rund 0,2 % pro Jahr (TER). Bei 10.000 € Depotwert sind das gerade einmal 20 € — weniger als eine Bankberatung kosten würde.
Wo eröffne ich einen ETF-Sparplan für mein Enkelkind?
Die besten Anbieter für einen ETF-Sparplan sind ING, Consorsbank und comdirect. Alle drei bieten kostenlose Depots und kostenlose ETF-Sparpläne — ohne versteckte Gebühren.
In 3 Schritten
ETF-Sparplan einrichten — Schritt für Schritt
Depot eröffnen
Online in 15 Minuten — bei ING, Consorsbank oder comdirect. Kostenlos und ohne Bankfiliale.
ETF auswählen
Einen breit gestreuten Welt-ETF (MSCI World oder FTSE All-World) auswählen. Mehr brauchen Sie nicht.
Sparplan aktivieren
Monatliche Rate festlegen (ab 25 €), Ausführungstag wählen — fertig. Der Rest läuft automatisch.
Steuerliche Aspekte beim ETF-Sparplan
Kapitalerträge (Kursgewinne, Dividenden) bleiben bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr steuerfrei. Bei einem Junior-Depot nutzt das Kind seinen eigenen Freibetrag.
Steuern fallen erst beim Verkauf an — solange Sie den ETF halten, gibt es keine laufende Steuerbelastung (außer der Vorabpauschale, die in der Regel sehr gering ist).
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Enkelfonds.de bietet allgemeine Informationen zur Finanzbildung, keine persönliche Empfehlung. Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Stand: März 2026.