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Der Ausbildungs-Fonds: So finanzieren Oma und Opa die Ausbildung

Großeltern können die Ausbildung ihres Enkels finanzieren, indem sie frühzeitig einen Sparplan einrichten. Auch wenn Azubis eine Vergütung erhalten, reicht diese bei eigener Wohnung selten aus — die Finanzierungslücke beträgt durchschnittlich 300 bis 400 Euro im Monat. Mit nur 28 Euro im Monat und 18 Jahren Vorlauf lässt sich ein Polster von über 10.000 Euro aufbauen.

In Kürze

  • Azubis fehlen durchschnittlich 300–400 € im Monat bei eigener Wohnung
  • Die Finanzierungslücke über 3 Jahre: ca. 10.000–15.000 €
  • Staatliche Hilfen (BAB) decken die Lücke oft nicht vollständig
  • 28 €/Monat ab Geburt = rund 10.000 € zum Ausbildungsstart
  • Eigenes Depot empfohlen — volle Kontrolle, kein BAB-Risiko

Was kostet eine Ausbildung wirklich?

Ausbildungsvergütung 2026

1. Lehrjahr

Mindest

724 €

Durchschnitt

~950 €

2. Lehrjahr

Mindest

854 €

Durchschnitt

~1.050 €

3. Lehrjahr

Mindest

977 €

Durchschnitt

~1.133 €

Lebenshaltungskosten (eigene Wohnung)

Miete (WG-Zimmer)

400–505 €/Monat

Lebensmittel

200–300 €/Monat

Mobilität (ÖPNV)

49–58 €/Monat

Sonstiges

150–300 €/Monat

Die Finanzierungslücke

Bedarf (eigene Wohnung)

~900\u00A0€

Netto-Vergütung (1. Lj.)

~590\u00A0€

Monatliche Lücke

300–400\u00A0€

Über 3 Jahre Ausbildung ergibt sich eine Gesamtlücke von ca. 10.000–15.000 €.

Niemand sollte seine Traumausbildung ablehnen müssen, weil das Geld nicht reicht. Mit einem Ausbildungs-Fonds können Großeltern genau diese Lücke schließen.

Welche staatlichen Hilfen gibt es — und wo sind die Grenzen?

BAB (Berufsausbildungsbeihilfe)

Höchstsatz 822 €/Monat. Nur bei dualer Ausbildung und eigener Wohnung weit vom Elternhaus. Einkommensabhängig — kein Rechtsanspruch.

Schüler-BAföG

Nur für schulische Ausbildungen (nicht dual). Vollzuschuss, muss nicht zurückgezahlt werden. Ebenfalls einkommensabhängig.

Kindergeld

250 €/Monat bis 25 Jahre. Geht an die Eltern, nicht automatisch an den Azubi.

Wohngeld

Nur wenn kein BAB- oder BAföG-Anspruch besteht. Oft die letzte Option.

Ob Ihr Enkel Anspruch auf BAB hat, prüft der BAB-Rechner der Bundesagentur für Arbeit. Wir empfehlen: Immer prüfen — aber nicht darauf verlassen.

Viele Familien verdienen „zu viel“ für BAB, aber „zu wenig“ für eine sorgenfreie Ausbildung. Genau diese Lücke kann ein Enkelfonds schließen.

Duale oder schulische Ausbildung — macht das einen Unterschied?

Duale Ausbildung

  • Vergütung: 724–1.133\u00A0€/Monat
  • Förderung: BAB (Arbeitsagentur)
  • Finanzierungslücke: mittel

Schulische Ausbildung

  • Meist keine Vergütung
  • Förderung: Schüler-BAföG
  • !Finanzierungslücke: hoch

Egal welchen Weg Ihr Enkel einschlägt — ein finanzielles Polster hilft in beiden Fällen. Bei dualer Ausbildung überbrückt es die Lücke zwischen Vergütung und Lebenshaltung. Bei schulischer Ausbildung finanziert es den Lebensunterhalt während der unvergüteten Zeit.

So viel müssen Sie sparen — konkrete Zahlen

Je früher Sie anfangen, desto weniger brauchen Sie pro Monat.

65 €/Monat × 10 Jahre

~10.100 €

Solider Puffer für 3 Jahre

37 €/Monat × 15 Jahre

~10.000 €

Komfort: weniger pro Monat nötig

28 €/Monat × 18 Jahre

~10.000 €

Ideal ab Geburt

28\u00A0€ im Monat — weniger als ein Streaming-Abo. Und Ihr Enkel kann sich voll auf die Ausbildung konzentrieren.

Beispielrechnung bei angenommener Rendite von 5 % p.a. nach Kosten. Keine Garantie.

Wie richte ich einen Ausbildungs-Fonds ein?

Sparziel festlegen

Überlegen Sie, wie viel Ihr Enkel brauchen wird. 10.000 € sind ein solider Richtwert. Unser Rechner hilft beim genauen Betrag.

Sparplan einrichten

Eröffnen Sie ein eigenes Depot und richten Sie einen monatlichen Sparplan ein. Schon ab 25 € im Monat.

Geduldig bleiben

Der Zinseszins ist Ihr bester Verbündeter. Je früher Sie anfangen, desto weniger brauchen Sie pro Monat.

„Unsere Enkelin Marie will Tischlerin werden. Das hat mich stolz gemacht. Aber als ich gehört habe, was eine eigene Wohnung am Ausbildungsort kostet, war klar: Da helfen wir.“

— Helmut, 71, Großvater aus Kassel

Ausbildung ist anders: Der Enkel verdient selbst — Sie stocken auf

Bei Führerschein, Studium oder erster Wohnung trägt der Fonds die gesamten Kosten. Die Ausbildung funktioniert anders: Der Enkel bezieht ab dem 1. Lehrjahr eine tarifliche Ausbildungsvergütung — 2025 liegt sie laut Bundesinstitut für Berufsbildung im Durchschnitt bei 1.209 € bruttopro Monat; im öffentlichen Dienst über 1.300 €. Ein Ausbildungs-Fonds ist deshalb keine Vollfinanzierung, sondern eine gezielte Aufstockung.

Das verändert die Sinnfrage: Was finanziert der Fonds konkret? Typische Antworten aus der Praxis sind die erste eigene Wohnung oder Wohnheim (300–500 € Miete), Arbeitskleidung und Werkzeug (200–600 € einmalig), der Führerschein als beruflich oft notwendige Voraussetzung und Mobilität (Deutschlandticket kostet Azubis 49 €/Monat, außer Arbeitgeber übernimmt). Der Fonds schafft Spielraum, damit die Ausbildungsvergütung für Lebenshaltung reicht und der Enkel nicht parallel jobben muss.

Was den Ausbildungs-Fonds einzigartig macht

  • Kürzester Anlagehorizont aller Goal-Fonds: Die meisten Azubis starten mit 16, manchmal schon mit 15. Das bedeutet: kürzeste Ansparzeit, geringster Zinseszins-Effekt, höhere Sparrate nötig. Wer den Fonds erst mit Schulbeginn startet, hat nur 9–10 Jahre.
  • Unterhaltspflicht läuft weiter: Die Unterhaltspflicht der Eltern endet nicht mit der Volljährigkeit, sondern erst nach Abschluss der Erstausbildung (BGH). Die Ausbildungsvergütung wird lediglich angerechnet — abzüglich 100 € ausbildungsbedingter Aufwand. Großeltern sind unterhaltsrechtlich nicht gefragt, aber ihre Zuwendung mindert keinen Pflichtbetrag.
  • Kindergeld bleibt bis 25: Bei Erstausbildung fließt Kindergeld (250 €/Monat) bis zum 25. Lebensjahr weiter — zusätzlich zur Vergütung. Der Ausbildungs-Fonds tritt also zu einem bereits vorhandenen Einkommens-Mix hinzu und muss nur die Lücke schließen.
  • Flexibler Übergang: Lehrgeld reicht, Fonds bleibt stehen? Dann kann er als Rücklage für Weiterbildung, Meisterprüfung oder die erste eigene Wohnung nach der Lehre dienen. Der Ausbildungs-Fonds ist deshalb der flexibelste aller Goal-Fonds.

Quellen: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Pressemitteilung zu Ausbildungsvergütungen 2025, Berufsbildungsbericht 2025 BMBFSFJ, § 32 EStG (Kindergeld bei Erstausbildung), BGH-Rechtsprechung zur Elternunterhaltspflicht während der Erstausbildung.

Jeder junge Mensch verdient einen guten Start ins Berufsleben.

Schon 28 € im Monat können in 18 Jahren die gesamte Ausbildung absichern — berechnen Sie es selbst.

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Enkelfonds.de bietet allgemeine Informationen zur Finanzbildung, keine persönliche Empfehlung. Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Stand: März 2026.

Häufige Fragen zum Ausbildungs-Fonds

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