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Der Studium-Fonds: So finanzieren Oma und Opa das Studium

Großeltern können das Studium ihrer Enkel finanzieren, indem sie frühzeitig einen ETF-Sparplan einrichten. Ein Bachelorstudium kostet in Deutschland durchschnittlich 30.000 bis 50.000 Euro — inklusive Miete, Semesterbeiträge und Lebenshaltung. Mit 100 Euro monatlich über 18 Jahre kommen dank Zinseszins rund 35.000 Euro zusammen.

In Kürze

  • Bachelorstudium kostet 30.000–50.000 € (3–4 Jahre)
  • 100 €/Monat über 18 Jahre = rund 35.000 € dank Zinseszins
  • Auch 50 €/Monat machen einen großen Unterschied
  • Eigenes Depot empfohlen (Kontrolle über Auszahlung)
  • Achtung BAföG: Junior-Depot kann Anspruch gefährden (ab 15.000 €)

Was kostet ein Studium in Deutschland 2026?

Semesterbeiträge

150–400 €/Semester

Miete

400–700 €/Monat

Lebenshaltung

300–500 €/Monat

Bücher & Material

30–50 €/Monat

Kleinstadt

~25.000 €

3 Jahre Bachelor

Mittelgroße Stadt

~35.000 €

3 Jahre Bachelor

München/Hamburg

~50.000 €

3 Jahre Bachelor

Wie viel muss ich monatlich sparen?

Je nach monatlicher Rate und Laufzeit ergeben sich ganz unterschiedliche Endsummen.

50 €/Monat × 18 Jahre

~17.400 €

Eingezahlt: 10.800 €

100 €/Monat × 18 Jahre

~34.800 €

Eingezahlt: 21.600 €

150 €/Monat × 15 Jahre

~39.000 €

Eingezahlt: 27.000 €

Beispielrechnung bei angenommener Rendite von 5 % p.a. nach Kosten. Keine Garantie.

Der Studium-Fonds — so funktioniert’s

Depot eröffnen

Ein eigenes Depot auf Ihren Namen — online in 15 Minuten. Kostenlos bei ING, Consorsbank oder comdirect.

Sparplan einrichten

Monatliche Rate festlegen (ab 50 € empfohlen) und einen breit gestreuten Welt-ETF auswählen.

Vor dem Studium umschichten

2–3 Jahre vor Studienbeginn schrittweise in Tagesgeld umschichten, um Kursschwankungen zu vermeiden.

Eigenes Depot oder Junior-Depot für den Studium-Fonds?

BAföG-Hinweis

Vermögen über 15.000 € auf dem Namen des Kindes wird auf den BAföG-Anspruch angerechnet. Wer den Studium-Fonds im eigenen Depot führt, vermeidet dieses Risiko.

Für den Studium-Fonds empfehlen wir ein eigenes Depot auf Ihren Namen. So behalten Sie die volle Kontrolle über das Geld und der BAföG-Anspruch Ihres Enkels bleibt unangetastet.

Sie können das Geld dann flexibel auszahlen — monatlich als Zuschuss zur Miete oder als Einmalbetrag zum Semesterstart.

Studium-Fonds und BAföG: So ergänzen sie sich — ohne Anrechnung

Viele Großeltern zögern mit einer festen Zuwendung ans studierende Enkelkind, weil sie fürchten, das BAföG könnte gekürzt werden. Die Sorge ist unbegründet: BAföG prüft ausschließlich Einkommen und Vermögen der Eltern und des Antragstellers selbst — Zuwendungen der Großeltern werden nicht angerechnet, solange sie nicht als laufendes Einkommen des Studierenden gelten (Bundesverwaltungsgericht, st. Rspr.).

Realistisch ist: BAföG-Höchstsatz liegt im Wintersemester 2025/26 bei rund 992 € pro Monat (Grundbedarf + Wohnpauschale + KV). Der reale Finanzbedarf eines Studierenden beträgt laut Deutschem Studentenwerk rund 934 € monatlich — in Städten wie München oder Hamburg liegt er deutlich darüber. BAföG plus Minijob reichen oft knapp, aber nicht für Puffer, Auslandssemester oder eine längere Studiendauer.

Was den Studium-Fonds einzigartig macht

  • Entnahmeplan statt Einmalbetrag: Anders als beim Führerschein-Fonds zahlt der Studium-Fonds nicht einmalig aus, sondern über 4 bis 6 Jahre. Sie brauchen einen Kapitalstock, aus dem monatlich entnommen wird — das verändert die Sparstrategie grundlegend.
  • Reserve für Studiendauer-Überziehung: Laut Destatis brauchen nur rund 30 % aller Bachelor-Studierenden tatsächlich 8 Semester bis zum Abschluss. Die durchschnittliche Studiendauer bis zum ersten Abschluss liegt bei 8,2 Semestern. Ein realistischer Fonds plant das 9. und 10. Semester mit ein.
  • Kein BAföG-Risiko: Eine Zuwendung der Großeltern ist rechtlich eine Schenkung, keine Einkommensquelle des Studierenden. Das BAföG-Amt fragt danach nicht — im Gegensatz zu Minijob-Einkünften, die den Höchstsatz mindern können.
  • Städte-Realität: WG-Zimmer in München kosten 750 €, in Hamburg 619 €, in Berlin 600 € (wg-gesucht Wintersemester 2025). Die BAföG-Wohnpauschale von 380 € deckt das nicht. Genau hier schließt der Studium-Fonds die Lücke.

Quellen: Deutsches Studentenwerk (22. Sozialerhebung), Destatis (Studienverlaufsstatistik 2024), wg-gesucht Mietpreisindex Wintersemester 2025, BAföG-Bescheid-Rechner Bundesministerium 2025/26.

„Unsere Enkelin will Medizin studieren. Das dauert mindestens 6 Jahre. Wir haben mit 50 € im Monat angefangen, als sie 3 war. Jetzt ist sie 12 und der Fonds steht bei über 7.000 €. Das gibt uns ein gutes Gefühl.“

— Claudia, 61, Großmutter aus Dresden

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Enkelfonds.de bietet allgemeine Informationen zur Finanzbildung, keine persönliche Empfehlung. Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Stand: März 2026.

Häufige Fragen zum Studium-Fonds

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