Sparen für Enkelkinder: Alles, was Großeltern 2026 wissen müssen
Großeltern können auf verschiedene Arten für ihre Enkel sparen. Die beliebteste und renditestärkste Methode ist ein ETF-Sparplan: Schon ab 25 € monatlich wächst das Geld dank Zinseszins über Jahre hinweg. Alternativen sind Tagesgeld, Festgeld oder ein Junior-Depot. Entscheidend sind Anlagehorizont, Risikobereitschaft und Sparziel.
In Kürze
- Ein ETF-Sparplan ist für viele Großeltern der stärkste Weg, langfristig Vermögen für Enkel aufzubauen — und meist deutlich einfacher als vermutet
- Schon 25 € pro Monat können in 18 Jahren auf rund 8.700 € wachsen — bei angenommener Rendite von 5 % pro Jahr
- Eigenes Depot und Junior-Depot sind beide möglich; entscheidend sind Kontrolle, Steuerfreibeträge und der gewünschte Aufwand beim Start
- Der Schenkungsfreibetrag liegt bei 200.000 € pro Enkel innerhalb von 10 Jahren — auch größere Sparsummen bleiben damit oft steuerfrei
- Unser kostenloser Rechner zeigt Ihnen in wenigen Sekunden, welcher monatliche Betrag zu Ihrem Ziel passt
Warum ist Sparen für Enkel heute wichtiger denn je?
Die Zeiten, in denen das Sparbuch ausreichte, sind vorbei. Wer heute 10.000 € auf einem Sparbuch parkt, verliert bei einer durchschnittlichen Inflation von 2 % in zehn Jahren rund 1.800 € an Kaufkraft. Das Geld wird weniger wert — still und leise.
Gleichzeitig werden die wichtigsten Meilensteine im Leben Ihrer Enkel immer teurer:
Führerschein
~3.500 €
Berufsausbildung
~10.000 €
Studium (Bachelor)
~30.000 €+
Wohnung (Kaution)
~3.000 €+
Die gute Nachricht: Wer früh anfängt und regelmäßig spart, kann mit verhältnismäßig kleinen Beträgen eine große Wirkung erzielen. Der Schlüssel heißt Zinseszins — und er braucht vor allem eines: Zeit.
Sparformen im Überblick
Welche Möglichkeiten gibt es?
Nicht jede Sparform eignet sich gleich gut. Der folgende Vergleich hilft Ihnen bei der Entscheidung.
| Sparform | Rendite p.a. | Risiko | Flexibilität | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| ETF-SparplanBeste Option für langfristiges Sparen | ~5 % p.a. | Mittel | Hoch | Langfristiges Sparen (>10 Jahre) |
| Tagesgeld | 2–3 % | Sehr gering | Sehr hoch | Für kurzfristige Ziele |
| Festgeld | 3–4 % p.a. | Sehr gering | Gering | Mittelfrist (3–5 Jahre), fester Betrag |
| Bausparvertrag | 0,5–1,5 % | Gering | Gering | Nur bei konkretem Bauwunsch |
| Sparbuch | 0–1 % p.a. | Keins | Mittel | Nicht empfohlen (Inflation) |
ETF-Sparplan
Empfohlen- Rendite p.a.
- ~5 % p.a.
- Risiko
- Mittel
- Flexibilität
- Hoch
Langfristiges Sparen (>10 Jahre)
Tagesgeld
- Rendite p.a.
- 2–3 %
- Risiko
- Sehr gering
- Flexibilität
- Sehr hoch
Für kurzfristige Ziele
Festgeld
- Rendite p.a.
- 3–4 % p.a.
- Risiko
- Sehr gering
- Flexibilität
- Gering
Mittelfrist (3–5 Jahre), fester Betrag
Bausparvertrag
- Rendite p.a.
- 0,5–1,5 %
- Risiko
- Gering
- Flexibilität
- Gering
Nur bei konkretem Bauwunsch
Sparbuch
- Rendite p.a.
- 0–1 % p.a.
- Risiko
- Keins
- Flexibilität
- Mittel
Nicht empfohlen (Inflation)
Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. 5 % p.a. ist eine Annahme nach Kosten, kein Versprechen.
Depot-Vergleich
Eigenes Depot oder Junior-Depot — was ist besser?
Es gibt verschiedene Wege, Geld für Ihre Enkel anzulegen — zum Beispiel über ein Depot auf Ihren eigenen Namen oder ein Junior-Depot auf den Namen des Enkels. Beide haben Vorteile.
Für die meisten Großeltern ist das eigene Depot der einfachste Einstieg: Sie behalten die volle Kontrolle und können sofort starten — ohne Zustimmung der Eltern. Das Junior-Depot kann sich lohnen, wenn Sie größere Summen ansparen und den steuerlichen Freibetrag des Kindes nutzen möchten.
Ein Depot. Alle Enkel. Ein Sparplan.
Sie brauchen nicht für jedes Enkelkind ein eigenes Konto. Eröffnen Sie ein Depot auf Ihren eigenen Namen und legen Sie einen monatlichen Betrag pro Enkel fest. Den Gesamtbetrag investieren Sie in einen einzigen ETF-Sparplan — Ihren persönlichen Enkelfonds.
Beispiel: Jochen und Veronika haben 3 Enkel
Lena (8 Jahre) — Führerschein: 29 €/Monat
Maximilian (4 Jahre) — Studium: 50 €/Monat
Sophie (1 Jahr) — Start ins Leben: 40 €/Monat
Ihr Enkelfonds-Sparplan: 119 €/Monat in ein Depot
Sie führen intern Buch, welcher Anteil für welches Enkelkind gedacht ist. Wenn der Moment kommt, übergeben Sie den passenden Betrag.
Natürlich können Sie auch anders: Wer möchte, eröffnet für jedes Enkelkind ein eigenes Junior-Depot. Das hat steuerliche Vorteile bei großen Summen, erfordert aber die Zustimmung der Eltern. Mehr zum Unterschied →
Jetzt berechnen: Wie viel für alle Enkel?Der Zinseszins-Effekt
Ist es nicht schon zu spät zum Anfangen?
Zeit ist beim Sparen der wichtigste Faktor. Je früher Sie beginnen, desto mehr arbeitet der Zinseszins für Sie.
25 €/Monat × 10 Jahre
~3.800 €
Eingezahlt
3.000 €
Zinsen
~800 €
25 €/Monat × 15 Jahre
~6.600 €
Eingezahlt
4.500 €
Zinsen
~2.100 €
25 €/Monat × 18 Jahre
~8.700 €
Eingezahlt
5.400 €
Zinsen
~3.300 €
Beispielrechnung bei angenommener Rendite von 5 % p.a. Keine Garantie.
„Als unser ältester Enkel 8 war, haben wir angefangen. Jetzt ist er 17 und der Führerschein ist finanziert. Wir hätten es nur gerne noch früher gewusst.“
Sparrechner
Wie viel sollte ich monatlich sparen?
Stellen Sie einfach Ihr Sparziel und die Zeit ein — der Rechner zeigt Ihnen sofort, was möglich ist.
Zum vollständigen RechnerKostenlos · Anonym · Ohne Anmeldung
Erwartete Rendite
Monatlich sparen
33 €
Eingezahlt
3.960 €
Zinsgewinn
+1.040 €
* Vereinfachte Beispielrechnung. Keine Anlageberatung.
33 € im Monat. Ein Abendessen zu zweit — jeden Monat. Dafür finanzieren Sie Ihrem Enkel in 10 Jahren den Führerschein.
Sparziele
Für welches Ziel sparen Sie?
Jedes Ziel braucht einen eigenen Plan. Hier sehen Sie die häufigsten Sparziele unserer Leser.
Führerschein
~3.500 €
In vielen Regionen unverzichtbar. Mit einem kleinen Sparplan in 10 Jahren problemlos erreichbar.
Studium
~30.000 €
Semestergebühren, Miete, Bücher — ein Studium kostet. Frühzeitig angefangen, entsteht ein solides Polster.
Erste Wohnung
~15.000 €+
Kaution, Einrichtung, Umzug — der Start in die eigenen vier Wände ist teuer. Jeder Euro hilft.
Schon 25 € im Monat können in 15 Jahren über 6.000 € werden. Der beste Zeitpunkt zum Starten ist jetzt.
Steuern & Recht
Muss ich Steuern zahlen, wenn ich für mein Enkelkind spare?
Die gute Nachricht für Großeltern: Der Schenkungsfreibetrag von Großeltern an Enkel beträgt 200.000 € pro Person — und das alle zehn Jahre. Bei normalen Sparbeträgen kommen Sie also nie in die Nähe einer Steuerpflicht.
Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) bleiben bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr steuerfrei. Bei einem Junior-Depot nutzt das Kind seinen eigenen Freibetrag.
Tipp: Dokumentieren Sie regelmäßige Sparleistungen schriftlich als Schenkung — das schafft Klarheit und beugt Problemen im Erbfall vor.
Alles zum Thema Schenkung an Enkel lesenIn 3 Schritten starten
So starten Sie Ihren Enkelfonds heute
In drei einfachen Schritten zum eigenen Sparplan für Ihre Enkel.
Sparziel berechnen
Nutzen Sie unseren kostenlosen Rechner und finden Sie heraus, wie viel Sie monatlich sparen sollten.
Depot eröffnen
Wählen Sie ein passendes Depot — entweder auf Ihren Namen oder als Junior-Depot für Ihr Enkelkind.
Sparplan einrichten
Richten Sie einen monatlichen Sparplan ein. Schon ab 25 € monatlich — und der Zinseszins erledigt den Rest.
Ratgeber
Weiterführende Ratgeber für Großeltern
Vertiefen Sie Ihr Wissen zu einzelnen Themen rund ums Sparen für Enkel.
ETF-Sparplan für Enkel
Was ist ein ETF, welcher eignet sich und wie richten Sie einen Sparplan ein?
Ausbildung finanzieren
Azubis fehlen oft Hunderte Euro im Monat — so schließen Großeltern die Lücke.
Junior-Depot Vergleich
ING, Consorsbank oder comdirect? Die besten Junior-Depots im Vergleich.
Monatlich Geld anlegen
Von 25 bis 100 € — so legen Sie regelmäßig für Ihre Enkel an.
Schenkung an Enkel
Freibeträge, Dokumentation und was Sie bei größeren Beträgen beachten müssen.
Erbschaftssteuer für Enkel
Freibeträge, Steuerklassen und wie Sie mit Schenkungen zu Lebzeiten Steuern sparen.
Häufige Fragen (FAQ)
Die 14 wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Geldanlage für Enkel.
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Enkelfonds.de bietet allgemeine Informationen zur Finanzbildung, keine persönliche Empfehlung. Für persönliche Fragen wenden Sie sich an einen zugelassenen Finanzberater. Stand: März 2026.