Warum ein Puffer oft besser hilft als ein spontanes „Wir zahlen dann schon“
Bei Wohnen gibt es zwei typische Familienfallen: Entweder wird die Sorge verdrängt („das wird schon irgendwie“), oder es wird in der Familie zu früh über Details gestritten („wie teuer ist ein WG-Zimmer wirklich?“). Ein Wohnkosten-Puffer ist da ein erwachsener Mittelweg: Er nimmt Druck raus, ohne Versprechen abzugeben.
Wichtig ist die Trennung: Ein Puffer ist planbar, ein langfristiger Enkelfonds ist schwankungsanfällig. Beides kann seinen Platz haben – aber es sind zwei unterschiedliche Aufgaben.
Beispiel (Illustration, ohne Renditeannahme)
Nehmen wir eine Beispielmiete für ein WG-Zimmer von 520 € pro Monat (Annahme – nicht allgemeingültig) und stellen sie einer BAföG-Wohnpauschale von 380 € gegenüber. Die „Lücke“ wäre dann 140 € im Monat.
- BAföG-Wohnpauschale (nicht bei Eltern): 380 € pro Monat (§ 13 BAföG)
- Beispielmiete WG-Zimmer: 520 € pro Monat (Annahme)
- Beispiel-Lücke: 140 € pro Monat
Wenn Großeltern diese Lücke für 12 Monate abfedern möchten, wären das 1.680 €. Über 8 Jahre verteilt entspräche das grob rund 18 € pro Monat (Einzahlungen). Das ist keine Empfehlung – nur eine Rechenhilfe, um aus diffusem Stress eine planbare Zahl zu machen.
Die 2026-Frage hinter der Zahl: „Wird alles teurer – und wir verpassen den Moment?“
Viele Großeltern spüren gerade wieder: Inflation, Energie und Mieten sind Themen, die Familien direkt treffen. Destatis meldet für April 2026 eine Inflationsrate von +2,9 % und nennt auch steigende Nettokaltmieten. Die richtige Reaktion ist selten „jetzt sofort alles ändern“ – sondern: Ziele und Zeiträume klären, damit man nicht im Stress improvisieren muss.

