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Risiko, Steuern und Sicherheit: Was Großeltern über ETF-Sparpläne wissen müssen

Die größte Hürde beim ETF-Sparen ist selten der Sparbetrag. Es ist die Frage: Ist das wirklich sicher? Genau deshalb ordnen wir hier ein, was Risiko bei ETFs wirklich bedeutet, welche Schutzmechanismen es gibt und welche steuerlichen Regeln Großeltern im Blick haben sollten.

Was bedeutet „Risiko“ bei ETFs?

Risiko bei ETFs bedeutet in der Praxis vor allem: Der Wert schwankt. Das ist etwas anderes als ein Totalverlust. Ein breit gestreuter Welt-ETF investiert nicht in eine einzelne Firma, sondern in viele große Unternehmen weltweit.

Historische Daten von Weltindizes wie MSCI World oder FTSE All-World zeigen: Über kurze Zeiträume können Verluste auftreten. Über sehr lange Zeiträume waren breit gestreute Aktienanlagen jedoch deutlich robuster. Genau deshalb ist der Zeithorizont so wichtig.

Für das Sparen auf Enkelziele gilt: Wer 10 oder mehr Jahre Zeit mitbringt, gibt dem Kapital Zeit, Krisen zu durchlaufen und sich wieder zu erholen. Das macht aus einem nervösen Auf und Ab einen langfristigen Vermögensaufbau.

Beispiel: Wert eines 25-€-Sparplans über 18 Jahre

StartKriseErholung18 Jahre

Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.

Drei Sicherheitsnetze, die Ihr Geld schützen

Sondervermögen

ETFs sind rechtlich getrennt vom Vermögen der Bank. Selbst bei einer Insolvenz bleiben die Fondsanteile Ihr Eigentum.

Einlagensicherung

Guthaben auf dem Verrechnungskonto sind in der EU bis 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt.

Diversifikation

Ein Welt-ETF bündelt oft 1.500 oder mehr Unternehmen. Das verringert das Risiko einzelner Ausfälle deutlich.

Steuern beim Enkelfonds: Die wichtigsten Regeln

Der Schenkungsfreibetrag ist für viele Familien größer, als sie vermuten: Großeltern dürfen jedem Enkelkind alle 10 Jahre bis zu 200.000 Euro steuerfrei schenken. Für klassische ETF-Sparpläne ist das in den meisten Fällen weit mehr als ausreichend.

Auf realisierte Gewinne fällt grundsätzlich Abgeltungssteuer an: 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Relevant wird das erst, wenn Gewinne tatsächlich verkauft werden. Zusätzlich gibt es Freibeträge, die je nach Depotmodell bei den Großeltern oder beim Kind greifen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen einem Depot auf dem Namen der Großeltern und einem Junior-Depot. Beim eigenen Depot bleiben Kontrolle und steuerliche Zuordnung zunächst bei den Großeltern. Beim Junior-Depot läuft das Vermögen von Anfang an auf den Namen des Kindes — mit eigenen Freibeträgen, aber auch mit der Folge, dass das Kind mit 18 frei verfügen kann.

Wichtiger Hinweis: Keine Steuerberatung. Diese Informationen ersetzen nicht die individuelle Einordnung durch einen Steuerberater.

Häufige Sorgen — und ehrliche Antworten

Der nächste Schritt muss nicht kompliziert sein

Wenn Sie wissen möchten, welcher monatliche Betrag zu Ihrem Sparziel passt, hilft der Rechner in wenigen Minuten weiter. Wenn Sie direkt Anbieter vergleichen wollen, zeigen wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede Schritt für Schritt.